Freitag, Februar 19, 2010

Nach dem Verfall

Es gab nichts Spektakuläres. Der DAX bewegte sich vor und nach der Schlussauktion kaum. Der Settelmentpreis lag bei 5679.
Ich war short in einer Feb. Put-Option und einer Feb. Call Option. Die erste war im Geld 5750 und ich liess mich ausüben. Die Ausübungskosten bei Cortalsonsors liegen zur Zeit bei 2-3 Euro, was mich überraschte. Liebe Consors, für diese Werbung erwarte ich eine Gegenleistung!
Ich machte mit dem Put ein paar Punkte Verlust. Der Call war aus dem Geld 5700 und ich liess ihn verfallen. Immer ein geiles Gefühl, zuzusehen, wie eine Option stirbt und man den Gewinn nun sicher hat. So ähnlich ergeht es wahrscheinlich einer Versicherungsgesellschaft, wenn der Vertrag auf Lebensversicherung ausläuft und der Versicherungsnehmer nicht gestorben ist. Am Ende sind beide zufrieden.
Ich bin noch long mit meinem DAX-Strangle (Call und Put mit unterschiedlichen Strikes).
Diese Position hat inzwischen fast den gesamten Zeitwert verloren. Ich habe allerdings nur einen Teil in Prämien gewonnen. Der März hat zwar sozusagen erst begonnen, aber ich sehe schon, diese Strategie wird nur bedingt funktionieren, da auch die Gebühren extrem zu Buche schlagen.
Viel profitabler erscheinen mir die Covered Calls gemischt mit nakten Puts.

8 comments:

Marvin hat gesagt…

Guten Tag Herr Gohla,
wann gibt es denn Ihren Börsenbrief wieder?
Gruß
Marvin

Adrian hat gesagt…

ICh hoffe bald. Der Brief wird aber auf anderem Wege veröffentlicht und zwar semi-automatisch.
Gruss
ag

BlackSwan hat gesagt…

Hallo,

warum lassen sie sich bei 50 - 100 Punkten im Geld ausüben und stellen nicht vorher glatt?
Durch die Abgeltungssteuer können die Beträge der Ausübung nicht als "Verluste" verrechnet werden. Auf Dauer kann da auch einiges verloren gehen.

Adrian hat gesagt…

Hi BlackSwan,

fragen Sie am besten Ihren Broker.
Wenn ich es richtig verstanden habe, sind die Ausübungsgebühren niederiger, der Verlustabschreibung inklusive. Ausserdem gfällt die Geld/Brief Spanne vällig weg und das sind nu mal auch ein 1-3 Punkte mal 5 Euro.
Gruss
Adrian

BlackSwan hat gesagt…

Naja, ich finde 50€ Verlust pro Option macht steuerlich schon was aus.
Das sind beim nächsten Verkauf ca. 65€ mehr pro Kontrakt die man durch seinen Broker gutgeschrieben bekommt. Und der wäre schon mehr als teuer wenn dieser das durch die Gebühren zunichte machen würde.

Adrian hat gesagt…

50 € abschreiben bedeutet etwa 12,5 € netto. Der entscheidende Faktor war aber die Tatsache, dass der DAX kurz vor dem Verfall stieg und schloss relativ hoch , jedenfalls höher als in den 50 Minuten zuvor. Ich sprach noch um 12:58 mit dem Broker und wollte zurückkaufen. Da ging es aber einige Minuten runter. Ich ahnte belehrt in der Vergangenheit dass der DAX nach 13:00 springt. Naja, ich habe schon einen größeren Sprung erwartet 83, 85, 86, waren meine Bids Sekunden vor der Schlussauktion ... Ausgeübt wurde ich zu 81.

BlackSwan hat gesagt…

Ja, richtig und das macht dann pro Kontrakt 62,50€.

Also haben sie auf die Entwicklung in der Schlussauktion spekuliert?
Für mich ist der steuerliche Aspekt wichtiger, da ich in der Regel in den nächsten Monat rolle.

Adrian hat gesagt…

Ja,steuerliche Aspekte sind wichtig aber es muss sich auch lohnen.

Nochmal. Wenn ioch einen Verlust von 50 € realisiere und vorher 1000 € Gewinn zu versteuern hätte, dann gelten folgede Zahlen:
1. Wenn ich mich ausüben lasse, zahle ich 250 € Abgeltungsteuer plus 2 € für die Ausübungsgebühr
2. Wenn ich den Verlust realisiere, dann zahle ich (1000-50)x 25% = 250-12,5 = 237,5 €. Hinzu muss ich noch die Kommission von 16 € zahlen, netto sind es also 253,5 an Steuern.

Was ist besser, liegt auf detr Hand. Hinzu kommt der Stress mit dem Zeitpunkt und dem grüßeren Spread kurz vor dem Schluss.

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