
Heute verfasse ich eine kurze technische Analyse im Zusammenhang mit Trading Chancen mit Optionen auf EON (WKN ENAG99).
Ich will mich nicht mit den sog. fundamentalen Aspekten der Kursentwicklung befassen. EON ist eine solide sehr liquide DAX-.Aktie, die sich durch eine nicht zu hohe Volatilität auszeichnet. Somit ist sie ein geeigneter Kandidat für Optionsgeschäfte.
Jetzt zur Ausgangslage (EON Chart mit freundlicher Genehm. von www.tradesignalonline.com).
Zwischen Januar 2008 und März 2009 fiel der Kurs von 50 auf 17,6 €. 38,2% des Rückgangs wurden bis Sommer 2009 wieder gewonnen ( = Fibonacci Minimalkorrektur). Danach drehte der Kurs nach unten und fiel bis Nov. 2009 bis auf 25,6. Darauf folgte wieder eine schwache Aufwärtsbewegung, und erneut ein Sturz auf 25,6. 25,6 € ist die Minimalkorrektur der korrektiven Aufwärtsbewegung.
Aus meiner Sicht besteht bei diesem Wert eine Kaufchance, die man durch den Verkauf eines nackten Puts an der Eurex umsetzen könnte.
Sollte der Kurs steigen, dann stellt man die Position glatt, sobald der EON-Kurs in die Gegend von 29-30 gelangt ist. Der stagnierende Kurs ist auch gewinnbringend und im Falle eines Kursrückgangs werde ich Calls verkaufen, die ich erst dann zurückkaufe, wenn der Aktienkurs bei 22 stehen bleibt. Ein Bruch der 22 Marke ist für mich ein klares Zeichen, dass der Aufwärtstrend beendet ist und ein Kursrückgang auf 17 bevorsteht.
Welche Produkte werde ich handeln?
Ich würde den März Put 25 nehmen, für den man noch 0,22 bekommt. Sollte der Kurs fallen, dann werde ich beim Kurs von 24 € einen März Call 26 verkaufen, für den ich dann ev. 0,18 bekommen müsste. Dreht der Kurs anschliessend und steigt bis auf 26, dann nehme ich den Put-Gewinn mit und verkaufe einen 26, in Abhängigkeit von der Vola und der Anzahl von Tagen bis zum Verfall. Steigt es weiter, dann wiederhole ich das Spiel und zwar etwas aggressiver, um den Call-Verlust widergutzumachen. Das ist aber nicht so schwer. Schwieriger wird es, wenn dir Aktie schnell unter 22 fällt. Dann kann ich zwar beide Positionen schliessen, und einen kleinen Verlust mitnehmen. Oder was ich bevorzuge, aggressive Calls zum Teil im Geld verkaufen und zwar solange, bis der Kurs einen Boden gefunden hat. Steigt es dadanch, dann ist es nicht schlimm, da ich mit dem Put tief im Geld bis und damit nach oben gehedged. Eventuell kann ich vorher den Put glattstellen und eine neue Position zum niedrigeneren Strike eröffnen. Das ganze Spiel muss sich aber lohnen, deshalb müsste ich beim Rollen ev. auf den nächsten Monat gehen.
Für einen Kontrakt benötige ich Margin von ca. 500 €. Wenn ich also 10 Kontrakte handle, bekomme ich ca. 220 € Prämie - Gebühren und muss 5000 € zur Verfügung stellen. Damit liegt der potenzielle Gewinn bei ca. 4% für weniger als 4 Handelswochen.. Das wäre natürlich optimal.
Eines darf man nicht vergessen. Wenn ich 10 Kontrakte verkaufe, dann muss ich unter Umständen 1000 Aktien kaufen und dafür 25000 € ausgeben. Das Geld sollte man also haben. Ansonsten kann es die eine oder andere schlaflose Nacht geben, spätestens vor dem Tag X. Und glauben Sie mir, jede Aktie hat einen Tag X...
Oder man macht das Spiel mit Covered Calls und kann ruhig schlafen. Das ist aber eine andere Geschichte.
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