Montag, November 29, 2010

Wieviel verdient man mit Stillhaltergeschäften

Gar nicht so viel dafür aber regelmäßig. So könnte ich meine Erfahrungen der letzten Jahre zusammenfassen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die Auswahl der richtigen Aktien. Am besten eignen sich die sog. Langweiler, um Optionen auf sie zu handeln. Es sind hochliquide Aktien, die sich im ihrem Kursverlauf wenig verändern und deshalb nicht als sexy gelten und ausserdem die folgenden Bedingungen erfüllen:
1. Sie sind in der Regel optisch teuer. Das heisst Aktien mit Kursen deutlich unter 10 € kommen da eher nicht infrage. Diese sind zwar sehr beliebt, aber für Stillhalterei ungeeignet.

2. Ihre implizite Volatilität, die aus den gehandelten Optionspreisen abgeleitet werden kann, sollte gemessen am Index unterdurchschnittlich sein. Auf den ersten Blick erscheint dies wenig sinnvoll, sagen Sie, da ja schließlich die Vola den Optionspreis bestimme. Gut, für mich ist sie ein Maß für die Schwankungsanfälligkeit der Aktie, die wiederum für den Efolg des Stillhalters entscheidend ist.

3. Die Aktie und Option sollten liquide sein. Theoretisch sind es alle an der Eurex gehandelten Optionen, da die Preise von Market Makern gestellt und angepasst werden. Es besteht demnach nicht die Gefahr, keine Gegenseite für das eigene Geschäft zu finden. Es gibt jedoch eine Kehrseite. Bei wenig Liquidität und im unruhigen Markt geht der Spread (Presidifferenz zwischen Kauf und Verkauf) weit auf, so dass man oft dann nur mit großem Verlust die Position eröffnen bzw. beenden kann. Generell sollte man bei Optionsgeschäften nicht versuchen, das richtige Timing zu erzielen, sondern davon ausgehen, dass die offene Position unter Umständen bis zum Verfall offen bleibt und dann entweder ausgeübt wird oder sie verfällt.

4. Historischer Vorteil einer Strategie. Bevor ich Optionen handle, schaue ich mir immer die historischen Kurse an und bewerte meine geplante Strategie mit Excel. Kostenlose Kurse gibt es z.B. unter Yahoo. Oft zeigt eine simple Auswertung, dass man niemals auf Dauer Geld verdient, wenn man zufällig Optionen verkauft. Meine Auswertung zeigte, dass zum Beispiel der Varkauf von Kaufoptionen selten lukrativ ist. Hingegen erscheint mir der Varkauf von Puts durchaus gewinnbringend.

Was vedient man also im Jahr mit Verkäufen von Optionen. Wie gesagt nicht viel.
Beispiel EON- hier lohnt sich der Verkauf von Puts. Wenn wir einen Put mit dem Verfall im Dezember 2011 nehmen dann bekommen wir 2,5 pro Aktie minus des Dividendenabschlags von voraus. 1,5 €. Somit bleiben unterm Strich weniger als 10% pro Jahr übrig, mit einem gewissen Risiko, dass ich mit der Aktie, wenn sie in einem Jahr unter 20€ steht, angedient werde. Will ich dieses Risiko vermeiden bzw. eingrenzen, dann kaufe ich einen Put zum niedrigeren Basispreis z.B. bei 17 und zahle dafür 0,4 €. Dann sinkt jedoch der potenzielle Gewinn auf unter 6%.

Es gibt auch eine ganze Reihe anderer Aktien, wie RWE, Post mit denen man Geld machen kann, nicht aber mit der Lufthansa, wo es sich sogar lohnt, Optionen grundsätzlich zu kaufen.

Die beste Übersicht der Rendite der Stillhaltergeschäfte biteten Portale mit Aktienanleihen. Diese beruhen nämlich auf den Verkäufen von Puts. Ich selbst schaue mir die von Deutsche Bank an.

http://www.xmarkets.de/DE/showpage.asp?pageid=69&pkpnr=42121

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