Sonntag, März 20, 2011

Depotstand nach dem Großen Verfall

In Erwartung steigender Volatilität reduziere ich zurzeit meine Stillhalterpositionen. So habe ich die Commerzbankposition nicht mehr neu gerollt. Dafür ist das Risiko zu groß.
Bei Eon bin ich inzwischn short in Juni Puts. Diese Puts sind mit April Puts auf der Longseite abgesichert. Ich will vor allem von der hohen Dividende im Mai profitieren. Mit einigen AprilPuts auf der Shortseite wurde ich ausgeübt und werde am Montag Coverd Calls schreiben. Auch diese Position ist mit Long-Puts abgesichert.

Bei Lufthansa geht es sehr volatili zu. Ich bin long in Juni Calls 13 und short in April Call 14. Zuvor habe ich drei Mal einen Gewinn aus den verkauften Calls mitgenommen jeweisl zu den Strikes: 16, 15,5, 14,5.

ICh überlege mir, ev. Puts auf den DAX zu verkaufen.

6 comments:

Lars Kirchner hat gesagt…

Hallo Adrian,

ich habe mich bisher eher weniger mit der Dividendenproblematik bei Aktienoptionen beschäftigt. Dachte aber eher das die Dividende (sollte ja zumindest als Vorschlag schon bekannt sein) im Optionspreis bereits berücksichtigt wird. Welchen Dividenden-Vorteil ziehst du dann aus der Strategie "April Long Put - Juni Short Put"?

LG Lars

Adrian hat gesagt…

Hallo Lars,

ja, Dividende ist im Juniput drin, was bedeutet, wenn die Option aus dem Geld bleibt, dann ist der Div-Aufschlag komplett eingenommen.
Oder?
Der April Put hat weit weniger Zeitwert. Sollte der Kurs nach oben drehen, dann verliere ich mit diesem Put weniger als ich mit dem Juniput gewinnen kann.
Geht es weiter runter, dann ist die Juniposition neutralisiert.
Wie soll ich denn Deiner Meinung nach verfahren mit den short Puts? Einfach verkaufen und sich ausüben lassen? Dann CC vekaufen? Stell ir vor, ich hätte es so im 2007 getan. Dann wäre ich ziemlich arm dran, oder?

Aber ich würde mich über Gegenargumente freuen!
Gruss
adrian

Lars Kirchner hat gesagt…

Hallo Adrian,
also völlig ohne "Netz" Optionen verkaufen würde ich nie jemandem empfehlen. Aus eigener Erfahrung weiß ich - der schwarze Schwan lauert hinter jeder Ecke. Und wenn dieser los fliegt möchte man nicht in ungesicherten Positionen stecken.
Bezüglich der Dividende sehe ich keinen Vorteil wenn die Dividende bei Verkauf der Option bereits im Preis berücksichtigt wird. Einen Vorteil bei einer bestehenden Short Put Position sehe ich wenn das Unternehmen unerwartet die eingerechnete Dividende kürzt.
Gegen Deine Strategie kann ich nichts sagen. Du wirst sicher deine Gründe haben diesen TimeSpread zu handeln, das ist ok. Hab eben nur denn Vorteil der Dividende nicht gesehen.

Adrian hat gesagt…

Hallo Lars,
da muss ich noch einmal nachhaken.

Wenn ich Puts auf eine Aktie verkaufe, die im Mai Dividende ausschüttet, dann kostet die Option eben mehr als wenn die Firma keine Div. zahlen würde, oder? Der Aufschlag beträgt bei tief im Geld Puts exakt soviel wie Dividende seblst. Beispiel DTE Mai Put 16 kostet ca. 6 € ( intr. Wert = 5,3)
Bei den Puts aus dem Geld ist es nicht so einfach.
Da sehe ich den Vorteil. Wenn die Option aus dem Geld ist und bleibt, dann behalte ich doch die gesamte Prämie, oder? Und das ist eben mehr als wenn die Aktie keine Div. zahlen würde.
Wo liegt hier der Fehler?

Adrian

lars.kirchner hat gesagt…

Hallo Adrian,

ein Put der nach einer dem Markt bekannten Dividendenzahlung fällig wird, wird auch entsprechend dem Basiskurs nach der Dividendenzahlung bepreist. Im Beispiel der Telekom liegt der 10er Put April weit aus dem Geld. Der 10er Put Mai liegt aber schon am Geld, da er fällig wird nachdem die Telekom 70 Cent Dividende gezahlt hat.
Eine Erweiterung der bekannten Optionspreisformel nach Black&Scholes diskontiert die Dividende und zieht sie vom aktuellen Kurs des Underlying ab.
Sicher hat spielt in der Bepreisung die Art der Ausstattung (also amerikanisch oder europäisch) eine Rolle, da amerikanische Optionen auch vor der Dividendenzahlung ausgeübt werden können. Aber das hat ja mit der Spekulation auf die Dividende nichts zu tun.

Ich bin bei den Preisformeln alles andere als ein Spezialist, aber ich denke wenn du bei den Fälligkeiten nach der Dividendenzahlung den Basispreis um die Dividende bereinigst, erhältst du fast die gleiche Konstellation wie ohne Dividende - also pauschal höheren Zeitwert durch längere Restlaufzeit.
Gruß Lars

Adrian hat gesagt…

Danke Lars. ICh habe inzwischen auch meine Hausaufgaben gemacht und habe mir das theoretische Werkzeug aufgefrischt. Ja, ich werde vielleicht sogar einen Beitrag zu dem Thema schreiben.

Natürlich ist der Putpreis entsprechend höher und ändert sich nicht, wenn am ex-div Tag direkt am Anfang der Aktienkurs um den Dividendenabschlag fällt. Gleiches gilt für den Call, der niedriger bepreist gewesen ist und deswegen an diesem Tag auch nicht fällt, zumindest am Anfang.

Klar, wenn es genau nimmt, dann hat dies keinen Sinn. ICh verkaufe einen Put, der zwar teurer erscheint, ist aber nicht, weil er einem anderen Strike entspricht.
Meine Strategie (Time Spread) ist letzten Endes eine Spekulation, die auf den schnellen Wertverlust eines OTM-Puts wettet,

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